Projektgeschichte


Seit 1980 führt die Autobahn A1 zwischen dem Schöneichtunnel und dem Dreieck Zürich-Ost mitten durch das Quartier Schwamendingen. Sie trennt die Quartierteile Schwamendingen-Mitte und Saatlen, die seither im Wesentlichen nur noch durch die Unterführungen in der Saatlenstrasse und in der Tramstation Schörlistrasse miteinander verbunden sind.

Der Autobahnabschnitt gehört zu den meist befahrenen Verkehrsachsen der Schweiz. Mehr als 120‘000 Fahrzeuge benutzen täglich diesen Verkehrsweg. Lärm- und Luftbelastung liegen regelmässig über den zulässigen Grenzwerten. Jahrelang bemühten sich die Quartierbewohnerinnen und -bewohner um eine Behebung des belastenden Zustands.

Volksinitiative fordert Überdeckung

Die Quartierbewohnerinnen und -bewohner sammeln 12‘000 Unterschriften und reichen im März 1999 eine Volksinitiative ein. Sie fordern, dass der Autobahnabschnitt mit einer Einhausung in Leichtbauweise aus Stahl und Glas überdeckt wird

Kantonsrat beauftragt Regierungsrat mit Planung Lärmsanierung

Der Kantonsrat beauftragt den Regierungsrat, eine Kreditvorlage für die Sanierung des Autobahnabschnitts mit einem Finanzierungsschlüssel zwischen Bund, Kanton und Stadt zu erarbeiten.

Unterschiedliche Lösungsansätze in Diskussion

Die kantonale Baudirektion vergibt einen städtebaulichen Studienauftrag an drei Architekturteams. Die Teams arbeiten völlig unterschiedliche Lösungsansätze aus: Einhausung (umhüllte Strasse auf heutigem Niveau), Brücke (über das Quartier hinweg) und Teil-Einhausung/Teil-Absenkung (Tunnel im Untergrund). An insgesamt vier Workshops werden die Projektvarianten diskutiert.

Einhausung setzt sich durch

Aus städtebaulichen und finanziellen Überlegungen setzt sich die Variante Einhausung durch. Im Juli 2004 bestimmen Quartier, Stadt und Kanton einvernehmlich die Einhausung als die zu realisierende Variante.

Kantonsrat genehmigt Kreditvorlage

Der Kantonsrat genehmigt die Kreditvorlage zur Finanzierung des Projekts «Einhausung Schwamendingen» einstimmig. Die Referendumsfrist verstreicht ungenutzt.

Gemeinderat zieht nach

Auch der Gemeinderat heisst die Kreditvorlage einstimmig gut.

Stadtzürcher Bevölkerung solidarisiert sich

Die Stadtzürcher Bevölkerung solidarisiert sich mit der Quartierbevölkerung. Sie stimmt der Kreditvorlage an der Urne mit 82,9 Prozent deutlich zu.

Astra neu für Projektierung und Bau zuständig

Ab dem 1. Januar 2008 ist allein das Bundesamt für Strassen ASTRA für die Projektierung und den Bau von Nationalstrassen zuständig. Im Sinne der Kontinuität treibt die kantonale Baudirektion die Projektierung der Einhausung bis Ende 2009 weiter voran.

Astra übernimmt Projektsteuerung

Per 1. Januar 2010 geht die Projektleitung an die Infrastrukturfiliale Winterthur des ASTRA über. Stadt und Kanton bleiben weiterhin in der Projektsteuerung sowie der Projektleitung vertreten und sind damit Projektpartner. Die Federführung im Projekt obliegt dem ASTRA. Im Zuge der Übernahme der Projektsteuerung ergänzt das ASTRA das Projekt Einhausung Schwamendingen um die Sanierung des Schöneichtunnels

Ausführungsprojekt wird öffentlich aufgelegt

Nach der Freigabe der Planauflage durch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK legt die Infrastrukturfiliale Winterthur des ASTRA das Ausführungsprojekt «Einhausung Schwamendingen und Lüftung Schöneichtunnel» vom 18. März bis 2. Mai 2011 öffentlich auf. Gegen das Ausführungsprojekt gehen 43 Einsprachen ein

Gemeinderat stimmt Zusatzkredit zu

Der Gemeinderat stimmt an seiner Sitzung vom 31. August 2011 dem Geschäft «2011/51: Beitrag der Stadt Zürich an die Kosten für die Einhausung der Autobahn in Schwamendingen sowie für die damit zusammenhängende Aufwertung der Unterführung Saatlenstrasse» in der Höhe von 18,5 Millionen Franken einstimmig zu.

Auch Kantonsrat spricht mehr Geld

Ohne Gegenstimme passiert die Vorlage «4773/2011: Zusatzkredit für die Einhausung der Autobahn Schwamendingen» am 19. September 2011 den Kantonsrat. Der zusätzliche kantonale Beitrag beträgt 22,7 Millionen Franken.

Ergänzende Auflage schafft Transparenz

Durch die gezielte Weiterentwicklung des Projekts ergeben sich Präzisierungen am Ausführungsprojekt. Sie betreffen insbesondere Landerwerbsflächen, das Lüftungsbauwerk Tierspital und den Tramzugang Herbstweg.

Aufgrund der Vielzahl von Betroffenen sowie der hohen Komplexität des Projekts, rückt das ASTRA von der einzelfallweisen Behandlung ab und legt die Projektanpassungen gesamthaft öffentlich auf. Mit diesem Vorgehen gewährleistet das ASTRA volle Transparenz.

Die ergänzende Auflage startet am 8. Oktober 2012 und dauerte bis am 7. November 2012. Während der ergänzenden Auflage gehen 3 neue Einsprachen ein.

Uvek erteilt Plangenehmigungs­verfügung

Das UVEK erteilt am 10. Dezember 2015 die Plangenehmigungs­verfügung für das Ausführungsprojekt «Einhausung Schwamendingen und Lüftung Schöneichtunnel».

Plangenehmigung­sverfügung erlangt Rechtskraft

Die gesetzliche Beschwerdefrist gegen den Entscheid des UVEK verstreicht ungenutzt. Damit erlangt die Plangenehmigungs­verfügung Rechtskraft. Die Infrastrukturfiliale Winterthur des ASTRA kann die nächste Etappe in Angriff nehmen. Diese besteht in der Ausarbeitung des Detailprojekts und des Massnahmenprojekts sowie der Ausschreibung und Vergabe der Bauarbeiten.

Vorarbeiten laufen an

Mit dem Rückbau verschiedener Liegenschaften, dem Entfernen von Bäumen und Büschen, dem Abhumusieren von Böden und dem Erstellen von Installationsplätzen beginnen die Vorarbeiten zur Realisierung der Einhausung Schwamendingen. Sie sind im Quartier die ersten sichtbaren Zeichen, dass bald mit dem Bau der Einhausung begonnen wird. Mit dem Verlegen von Werkleitungen ab 2018 werden weitere Vorarbeiten durchgeführt

Bauarbeiten erfolgreich vergeben

Mit dem Hauptbaulos für die Rohbauarbeiten sind die wichtigsten Baulose vergeben und die Unternehmen, welche die Einhausung Schwamendingen realisieren, bestimmt.

Rohbau beginnt

Mit dem Spatenstich beginnt der Bau der Einhausung Schwamendingen. Damit wird nicht nur die Lärm- und Luftbelastung beseitigt. In den rund fünfeinhalb Jahren Bauzeit entsteht in Schwamendingen auch ein in der Schweiz einzigartiger Hochpark, der auf rund 30‘000 Quadratmetern Fläche neuen Aufenthalts- und Begegnungsraum für die Quartierbevölkerung schafft und das Quartier wieder zusammenwachsen lässt

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