Quartierentwicklung


Wir bauen zum Nutzen von Schwamendingen

Die Einhausung beseitigt die dringendsten Probleme von Schwamendingen. Sie minimiert Lärm und Abgase, die von der Autobahn herrühren. 

Die Autobahn zieht sich wie eine Schneise durch Schwamendingen und trennt die Quartierteile Schwamendingen-Mitte und Saatlen. Diese wird nun mit der Einhausung überdeckt und begehbar gemacht. Verbindungen über die Einhausung und die Aufwertung der Unterführung Saatlenstrasse lassen die beiden Quartierteile wieder näher zusammenrücken. Die von der Autobahn verursachten Beeinträchtigungen, wie Lärm oder Abgase, werden minimiert.

Die Einhausung verhilft Schwamendingen so zu neuer Wohn- und Lebensqualität: ein wichtiger Impuls für die bauliche Entwicklung des angrenzenden Wohngebiets. Die Stadt Zürich unterstützt und begleitet den städtebaulichen Entwicklungsprozess. Das Amt für Städtebau hat ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Gebiet erarbeitet. Eine Sondernutzungsplanung definiert die baulichen Möglichkeiten im Projektperimeter.

Wir schaffen in Schwamendingen zusätzlichen Grünraum – den Ueberlandpark

Auf der Einhausung entsteht zusätzlicher Freiraum – rund einen Kilometer lang und 30 Meter breit. Dach und grosse Teile der Aussenwände werden begrünt, die Oberflächengestaltung mit Wegen, Beleuchtung und Sitzgelegenheiten lassen einen für die Schweiz neuartigen Hochpark entstehen.

Mit Grünflächen an Seitenwänden und auf dem Deckel erhält die Einhausung ein massgeschneidertes «Pflanzenkleid» und nimmt so äusserlich Bezug zur «Gartenstadt» Schwamendingen. Schlingpflanzen bedecken abschnittsweise die Seitenwände, auf dem Deckel wird einen promenadenartigen Park mit langgestreckten Vegetationsfeldern angelegt.

Die statisch limitierte Erdschicht sowie das trockenwarme Klima geben die Parkvegetation vor: Blumenreiche Staudenfluren, Sukzessionsflächen und Trockenwiesen schaffen eine abwechslungsreiche, «wilde» Stadtnatur auf dem Deckel der Einhausung. Die Distel-Gräser-Prärie weist eine spürbare Dynamik auf. Sie verändert sich mit dem periodischen Umbruch der Sukzessionsfelder kontinuierlich. Die trockenwarmen Pionierlebensräume weisen eine hohe Biodiversität auf und ermöglichen Naturbeobachtungen in der Stadt.

Die Promenade auf dem Hochpark wird in einen Haupt- und in Nebenwege gegliedert. Belebte und ruhige Wegstrecken wechseln sich auf dem organisch pendelnden Wegverlauf ab. Offene Platzbereiche und kleinräumige Nischen schaffen Aufenthaltsbereiche für die verschiedenen Bedürfnisse. Die unterschiedliche Raumbildung wird durch das Pflanzen von Schatten spendenden Bäumen und Sträuchern als Sichtschutz zusätzlich verstärkt. Damit entstehen unterschiedliche Parkabschnitte mit «wechselndem Temperament» auf dem rund einen Kilometer langen Parkband.

Lange Sitzbänke und Liegedecks prägen die Gestalt des Hochparks. Trinkbrunnen entlang der Promenade dienen als «Tankstellen» für durstige Parkbenutzerinnen und -benutzer. Die Stelle über der Saatlenstrasse ist als Spiel- und Aktionsfläche definiert. Auch die Errichtung eines Pavillons sowie eines Spielbrunnens sind dort möglich. Was schlussendlich realisiert wird, ist insbesondere Thema eines speziell dafür ins Leben gerufenen «Echoraums» mit Vertretern der Wohnquartiere. Dieses Forum hat die Aufgabe, die Wünsche aus den Wohnquartieren in die Parkgestaltung einzubringen.

Aufgänge in Form von Rampen, Treppen und Liften erschliessen das Dach der Einhausung in rund sieben Meter Höhe. Entlang der Einhausung werden beidseits rund vier Meter breite Wege angelegt. Die verschiedenen Aufgänge lassen sich über diese Wege bequem und sicher erreichen. Die Wege sind öffentlich zugänglich, jedoch für den motorisierten Verkehr gesperrt. Diese schliessen an das städtische Rad- und Fusswegnetz an und schaffen eine durchgehende Verbindung zwischen dem Zürichberg und dem Erholungsgebiet an der Glatt. Sie dienen auch als optische Trennung zwischen der Einhausung und den privaten Gebäuden.

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