Projektanpassungen machen ergänzende Auflage notwendig

am 30. August 2012

Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat das Projekt Einhausung Schwamendingen zusammen mit Stadt und Kanton punktuell verbessert. An mehreren Orten ergeben sich deshalb kleinere Anpassungen. Diese bedingen eine ergänzende Auflage. Dadurch gewinnt das Projekt an Sicherheit in der Planung und der späteren Realisierung.

Im Rahmen der Vorarbeiten für das Detailprojekt hat das ASTRA das Projekt Einhausung Schwamendingen zusammen mit Stadt und Kanton punktuell gezielt weiterentwickelt und optimiert. «Wir haben die Zeit während der Behandlung der Einsprachen durch das UVEK nach der ersten Auflage 2011 intensiv genutzt, um das Projekt zu optimieren und die Sicherheit in der Planung zu erhöhen», so Rolf Eberle, Gesamtprojektleiter Einhausung Schwamendingen beim ASTRA.

Die mittlerweile vertieften Erkenntnisse in der Planung der Eingliederung des Bauwerks in die Umgebung haben zu diesen Optimierungen geführt. Diese werden durch die drei Bauherren (Stadt Zürich, Kanton Zürich und Bund) als wesentliche, qualitative Verbesserung des Projekts Einhausung Schwamendingen gesehen. Sie betreffen insbesondere das Lüftungsbauwerk Tierspital, den Tramzugang Herbstweg sowie die Landerwerbsflächen.

Ergänzende Auflage startet im Herbst

Angesichts der Vielzahl Betroffener sowie der hohen Komplexität des Projekts und damit zur Gewährleistung der Transparenz ist das ASTRA zum Schluss gekommen, dass eine einzelfallweise Behandlung nicht zweckmässig sei. Deshalb werden die Projektanpassungen gesamthaft öffentlich aufgelegt. Die ergänzende Auflage startet voraussichtlich im Oktober 2012 und dauert 30 Tage. Die Pläne liegen während der Auflagefrist im Amtshaus V der Stadt Zürich auf.

Den betroffenen Grundeigentümern sowie der Bevölkerung bietet das ASTRA während zweier Sprechstunden an, die Anpassungen des Auflageprojekts detailliert zu erläutern. Die genauen Termine sowie die Örtlichkeit der Sprechstunden werden zu gegebener Zeit mit der Publikation der öffentlichen Auflage mitgeteilt. Die Direktbetroffenen erhalten diese Information mit der persönlichen Anzeige.

Vorgängig wird eine neuerliche Aussteckung vor Ort stattfinden, wenn auch in deutlich kleinerem Umfang als bei der eigentlichen Auflage 2011. Gegenstand der ergänzenden Auflage sind lediglich die Anpassungen und nicht das Gesamtprojekt.

Allfällige Einsprachen aus der ergänzenden Auflage werden parallel mit den Einsprachen aus der eigentlichen Auflage behandelt, was Verfahrenskosten und -zeit einspart.

Anpassungen bringen Projekt vorwärts

Die Vorarbeiten am Detailprojekt und die daraus resultierenden Anpassungen am Ausführungsprojekt bringen die Einhausung Schwamendingen ein grosses Stück voran. Mit der ergänzenden Planauflage gewinnt das Projekt wesentlich an Stabilität, was den weiteren Verlauf gesamthaft positiv beeinflussen wird. Durch diese ergänzende Auflage erfährt der Gesamtterminplan keine Verzögerung; die Bauarbeiten werden rund fünf Jahre dauern. Nach heutigem Planungsstand kann mit den Hauptarbeiten Anfang 2017 begonnen werden.

«Wir bewegen uns im städtischen Raum mit dichter Überbauung, sehr engen Platzverhältnissen und zahlreichen Grundeigentümern. Daher können auch kleinere Projektpräzisierungen grosse Auswirkungen auf den Planungsprozess haben», führt Rolf Eberle aus.

Gemäss heutiger Annahme werden die vorgenommenen Anpassungen keine nennenswerten Mehrkosten verursachen. Der Budgetrahmen von CHF 393 Mio. für die Einhausung bleibt somit bestehen.

Wichtigste Projektanpassungen

Der Kamin des Lüftungsbauwerks Tierspital wird aus gestalterischen Gründen mit sechseckigem statt kreisrundem Grundriss ausgeführt. Dies verbessert die stadträumliche Eingliederung. Ebenso wird eine Verbesserung der Situation aus Sicht der Anwohner erreicht. Lage und Höhe des Kamins bleiben dabei unverändert. Die geometrischen Anpassungen des Kamins haben keine umweltrelevanten Auswirkungen zur Folge.

Die Integration der öffentlichen Wege beidseitig des Einhausungsbauwerks, der sogenannten Fugenwege, ins Projekt Einhausung Schwamendingen erfolgte in der ersten Auflage auf Grundlage erster Vorstudienarbeiten. Seither hat das ASTRA zusammen mit der Stadt Zürich das Projekt präzisiert. Daraus folgen zahlreiche kleinere Anpassungen der Wegführung und Ausgestaltung der Fusswege mit Auswirkungen auf die Landerwerbsflächen.

Der Tramzugang Herbstweg besteht aus einem Treppenaufgang. Zur Verbesserung der Durchfahrt zwischen der Treppe und dem benachbarten Gebäude auf der Ebene des Wegs entlang des Einhausungsbauwerks wird der Treppenaufgang um rund fünf Meter nach Osten verschoben.

Darüber hinaus führt die Weiterentwicklung des Projekts zu verschiedenen Anpassungen der für vorübergehende Beanspruchung oder für Dienstbarkeiten vorgesehenen Flächen. Es kommt jedoch zu keinen weiteren Gebäudeabbrüchen bzw. Gebäudeteilabbrüchen. Insgesamt nimmt die für das Projekt dauerhaft zu erwerbende Landfläche um rund ein Prozent zu.

Medienmitteilung: Projektanpassungen machen ergänzende Auflage notwendig

Kontakt/Rückfragen:

Bundesamt für Strassen ASTRA, Infrastrukturfiliale Winterthur, +41 52 234 47 11