Projekt liegt öffentlich auf

am 15. März 2011

Das Projekt der Einhausung Schwamendingen wird vom 18. März 2011 bis 2. Mai 2011 öffentlich aufgelegt und kommt damit der Realisierung einen bedeutenden Schritt näher. Die Einhausung erhöht nachhaltig die Lebensqualität in Schwamendingen: Lärm und Abgase, die von der Autobahn herrühren, werden deutlich verringert. Ebenso lässt sie das geteilte Zürcher Stadtquartier wieder zusammenwachsen.

Nach der Freigabe der Planauflage durch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK liegt das Projekt der Einhausung des Autobahnabschnitts Schwamendingen vom 18. März 2011 bis 2. Mai 2011 öffentlich auf. Die drei Projektpartner Bund, vertreten durch das Bundesamt für Strassen ASTRA, sowie Kanton und Stadt Zürich haben heute an einer gemeinsamen Medienorientierung in Schwamendingen das Vorhaben vorgestellt.

Die Einhausung umhüllt die Autobahn zwischen dem Autobahnkreuz Aubrugg und dem Schöneichtunnel und erstreckt sich auf einer Länge von 940 Metern. Sie schliesst direkt an den Schöneichtunnel an und verlängert diesen stadtauswärts auf insgesamt 1,7 Kilometer. Der bisherige Schöneichtunnel wird im Zuge der Bauarbeiten für die Einhausung saniert sowie lüftungs- und sicherheitstechnisch auf den neusten Stand gebracht.

Das Quartier wird durch die Einhausung vor den negativen Auswirkungen der Autobahn geschützt: Der Lärm überschreitet heute die Grenzwerte Tag und Nacht. Die Abgase der Fahrzeuge belasten die Luft. Das Bundesamt für Strassen – unterstützt von Kanton und Stadt Zürich – legt mit der Einhausung ein Projekt vor, das die Situation nachhaltig verbessert und Schwamendingen zu neuer Wohn- und Lebensqualität verhilft.

Auf der Einhausung entsteht zusätzlicher Grünraum – rund einen Kilometer lang und 30 Meter breit. Dach und grosse Teile der Aussenwände werden begrünt, die Oberflächengestaltung mit Wegen, Beleuchtung und Sitzgelegenheiten lassen einen für die Schweiz neuartigen Grünraum entstehen. Aufgänge in Form von Rampen, Treppen und Liften erschliessen das Dach der Einhausung in rund sieben Metern Höhe. Die Quartierbevölkerung wird bei der Gestaltung und der Nutzung mitwirken. Die Verbreiterung der Unterführung Saatlenstrasse, die Übergänge auf dem Dach sowie Fusswege entlang der Einhausung werden dazu beitragen, dass die Teile des Quartiers gut miteinander verbunden sind.

Die Bauarbeiten werden so projektiert, dass unter Wahrung der Verkehrs- und Arbeitssicherheit die Autobahn vierspurig befahrbar bleibt. Für vereinzelte Arbeiten muss die Autobahn in der Nacht jedoch gesperrt werden. Auch der unter der Autobahn verlaufende Tramtunnel der Linien 7 und 9 sowie die Tramstation Schörlistrasse bleiben in Betrieb.

Wie bereits kommuniziert, werden rund zwanzig Gebäude teilweise oder ganz abgebrochen. Sämtliche Grundeigentümer, deren Liegenschaften für die Einhausung abgebrochen werden müssen, hatten bereits in der Vergangenheit Kontakt mit den Projektverantwortlichen. Das ASTRA strebt mit allen Beteiligten eine einvernehmliche Lösung an.

Die Kosten des Ausführungsprojekts werden auf CHF 393 Mio. veranschlagt, wovon auf die Einhausung CHF 298 Mio., auf die weiteren vom ASTRA finanzierten Projektteile CHF 89 Mio. und auf die öffentlichen Wege CHF 6 Mio. entfallen. Die Einhausung unterliegt einer Kostenteilung zwischen ASTRA (56%), Kanton (24,6%) und Stadt (19,4%).

Während der Auflagefrist vom 18. März 2011 bis 2. Mai 2011 finden drei Sprechstunden statt. Diese dienen der detaillierten Information und der Beantwortung persönlicher Fragen zur Planauflage.

Medienmitteilung: Projekt liegt öffentlich auf

Kontakt/Rückfragen:

Bundesamt für Strassen ASTRA, Infrastrukturfiliale Winterthur, 052 234 47 11