Fragen & Antworten

Die Einhausung entsteht mitten im Verkehr. Sie bringt für die Anwohner erhebliche Veränderungen. Hier finden Sie eine Vielzahl von Antworten auf Fragen rund um das Projekt.

FAQ

Was ist der aktuelle Stand der Planung?

Die Plangenehmigungsverfügung für das Ausführungsprojekt Einhausung Schwamendingen ist rechtskräftig. Während der gesetzlichen Beschwerdefrist gingen beim Bundesverwaltungsgericht keine Beschwerden ein. Die Infrastrukturfiliale Winterthur des Bundesamts für Strassen ASTRA kann nun die nächste Etappe zur Realisierung der Einhausung an die Hand nehmen.

Wie geht es weiter?

Nach Erlangen der rechtskräftigen Plangenehmigungsverfügung können die nächsten Schritte in Angriff genommen werden. Diese bestehen insbesondere in der Ausarbeitung des Detailprojekts, der Vorbereitung der Submission sowie der Ausschreibung der Bauarbeiten. Diese Etappe wird rund ein bis zwei Jahre dauern.

Was ist eine Plangenehmigungsverfügung?

Eine Plangenehmigungsverfügung (PGV) ist eine Baubewilligung auf Bundesebene.

Am 10. Dezember 2015 hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Plangenehmigungsverfügung für das Projekt Einhausung Schwamendingen erteilt.

Die gesetzliche Beschwerdefrist ist ungenutzt verstrichen. Beim Bundesverwaltungsgericht sind keine Beschwerden eingegangen. Damit erlangte die Plangenehmigungsverfügung (PGV) im Februar 2016 Rechtskraft.

Wie werden die enteigneten Liegenschaftsbesitzer entschädigt?

Der Preis für die Liegenschaften gründet auf dem Verkehrswert. Allfällige Enteignungsverfahren sollen soweit wie möglich vermieden werden. Sie kommen in der Praxis auch eher selten zur Anwendung.

Wie verändert sich die Luftqualität?

Durch den Bau der Einhausung, die Integration des Schöneichtunnels, die Schliessung der Rasterdecke und die Lüftungszentrale Tierspital werden die Bewohnerinnen und Bewohner von einer deutlich verbesserten Luftqualität profitieren. Im Portalbereich Aubrugg wird aber eine gering höhere Belastung erwartet.

Warum braucht es beim Portal Tierspital einen Abluftkamin?

Durch den Bau der Einhausung sowie der Schliessung der Rasterdecke Waldgarten würde sich die Luftqualität beim Portal Tierspital deutlich verschlechtern. Die stadteinwärts führende Röhre muss deshalb mit einer Abluftanlage mit Kamin ausgestattet werden, um die Belastung zu senken. Damit wird die Luftqualität gegenüber heute verbessert.
Legende: In der Nähe des Tierspitals bei der Universität Irchel wird ein 14 Meter hoher Abluftkamin gebaut.
Legende: Situationsansicht im Gebiet des Tierspitals. Rot umkreist ist der Standort des neuen Abluftkamins.

Wie verändert sich die Lärmbelastung?

Heute leiden rund 5’000 Personen unter einer Lärmbelastung, die über dem Immissionsgrenzwert liegt. Mit der Einhausung wird der Lärm der Autobahn in den anliegenden Quartieren eliminiert. Auch bei der neu eingedeckten Rasterdecke Waldgarten wird es ruhiger.
Legende: Situationsansicht der eingedeckten Rasterdecke Waldgarten befreit die nähere Umgebung vom Strassenlärm der Autobahn.
Legende: Das Bauwerk wird das Quartier von den Lärmemissionen der Autobahn weitgehend befreien. Rund um das Quartier kehr Ruhe ein, aber Lärm wie er in anderen städtischen Quartieren üblich ist, bleibt bestehen.

Auf dem Dach der Einhausung sollen Entrauchungseinheiten entstehen. Was ist darunter zu verstehen?

Pro Tunnelröhre wird im Abstand von rund 100 Metern jeweils ein Rauchabsaugsystem für den Ereignisfall im Tunnel eingebaut, insgesamt 12 Einheiten. Sie sind für den sicheren Betrieb des Tunnels vorgeschrieben und kommen nur bei einem Brand im Tunnel zum Einsatz.

Wie werden die Wände der Einhausung gestaltet?

Wo keine Aufgänge zu liegen kommen, wird die Wand gestaltet. Dies kann beispielsweise durch eine Bepflanzung geschehen. Rund 60 Prozent der Wandflächen sollen begrünt werden. Es wird nur wenige ungestaltete Betonwände geben.
Legende: Die Seitenwände der Einhausung werden zu grossen Teilen grün bepflanzt.

Kann an die Mauer angebaut werden?

Entlang der Aussenwände wird beidseits der Einhausung je ein öffentlicher Weg geschaffen. Er ist für den Langsamverkehr (Fussgänger, Velofahrer etc.) freigegeben und schliesst an das bestehende Wegnetz an.

Welche Wege werden um die Einhausung gebaut?

Entlang der Aussenwände wird beidseits der Einhausung je ein öffentlicher Weg geschaffen. Er ist für den Langsamverkehr (Fussgänger, Velofahrer etc.) freigegeben und schliesst an das bestehende Wegnetz an.
Legende: Fusswege entlang der Einhausung mit begrünten Seitenwänden und Bepflanzungen am Wegrand.

Wie gelangt man auf das Dach der Einhausung?

Insgesamt werden zehn Aufgänge (Rampen, Treppen und Lifte) erstellt, die von den Wegen auf das Dach der Einhausung führen. Zusätzlich kann das Dach auch über je eine Rampe bei den Portalen Aubrugg und Schöneich erreicht werden.
Legende: Zugang zum Park über Treppe.
Legende: Rampe bei der Saatlenstrasse.

Welche Nutzungen finden auf dem Dach der Einhausung statt?

Geplant ist ein begehbarer, unterschiedlich nutzbarer Freiraum für Fussgänger und Velofahrer vor. Es sind Wegverbindungen und Aufenthaltsbereiche vorgesehen. Im Kreuzungsbereich Saatlenstrasse-Einhausung wird die Erstellung eines Pavillons mit Kiosk geprüft. Andere Hochbauten sind nicht vorgesehen.
Legende: Ansicht des Freiraumes auf dem Dach der Einhausung.

Wie kann sich die Bevölkerung einbringen?

Für die Nutzung des neuen Freiraums auf dem Dach der Einhausung wird die Quartierbevölkerung voraussichtlich ab 2016/17 einbezogen. Bereits seit Herbst 2011 konnten Quartierorganisationen im Rahmen eines «Echo-Raumes» Ideen und Anliegen der Bevölkerung einbringen.

Aber in der Stadt Zürich gibt es doch ein formelles Mitwirkungsverfahren?

Das formelle städtische Mitwirkungsverfahren gilt nur für städtische Projekte. Bei der Einhausung Schwamendingen ist der Bund Bauherr. Diese Mitwirkung ist entsprechend eine freiwillige Massnahme des Bundes.

Was ändert sich am Verkehrsregime?

Bei der Einhausung Schwamendingen handelt es sich um ein umweltwirksames und städtebauliches, nicht um ein verkehrsoptimierendes Projekt. Neben der Schliessung der Autobahneinfahrt Aubrugg ergeben sich für den Automobilverkehr keine Änderungen.

Führt der Bau der Einhausung zu einem Mehrverkehr im Quartier?

Während der Bauzeit werden meistens je zwei Spuren stadtein- und stadtauswärts in Betrieb gehalten. Damit werden die Auswirkungen auf den Verkehr der umliegenden Quartiere minimiert. Gewisse Baumassnahmen erfordern tageweise nächtliche Totalsperrungen. In diesen Zeiten wird der Verkehr grossräumig umgeleitet. Auch sind flankierende Massnahmen geplant.

Warum wurde die Aufwertung des Schöneichtunnels mit dem Projekt der Einhausung verknüpft?

Gemäss den Richtlinien des Bundes muss die Einhausung und der – neu durchgehende – Schöneichtunnel als eine zusammenhängende Tunnelanlage betrachtet werden. Dadurch wird der Schöneichtunnel erheblich länger und entsprechend besser ausgerüstet. Der Autobahnbetrieb wird durch diese Kombination weniger eingeschränkt, zusätzlich ergeben sich weitreichende finanzielle und terminliche Vorteile.

Warum wird das Projekt gegenüber der ursprünglichen Kreditvorlage teurer?

Die Mehrkosten gegenüber dem bereits genehmigten Kostenrahmen sind auf die besonderen Herausforderungen des Baugrunds, die Bauteuerung sowie die gestiegenen Anforderungen an die Sicherheitsmassnahmen von Autobahntunnels zurückzuführen.