Eckdaten des Projekts

  1. Wir hüllen die Autobahn mit einem Tunnel ein

    Die Einhausung umhüllt die Autobahn zwischen dem Autobahnkreuz Aubrugg und dem Schöneichtunnel. Sie schützt so das Quartier vor den negativen Auswirkungen der Autobahn.

    Die Einhausung erstreckt sich zwischen dem Autobahnkreuz Aubrugg und dem Schöneichtunnel auf einer Länge von 940 Metern. Die Autobahnstrecke wird mit einem Tunnel eingehüllt. In der Einhausung sind wie bisher die Fahrspuren richtungsgetrennt. Sie wird im Tagbau-Verfahren erstellt. Die Einhausung schliesst in Richtung Stadtzentrum direkt an den bestehenden Schöneichtunnel an und verlängert diesen damit auf insgesamt 1,7 Kilometer. Der bisherige Schöneichtunnel wird im Zuge der Bauarbeiten für die Einhausung lüftungs- und sicherheitstechnisch aufgerüstet sowie auf den neusten Stand gebracht. Zudem werden die Rasterdecke Waldgarten geschlossen und beim Westportal Tierspital ein neues Lüftungsbauwerk mit Abluftkamin erstellt. Die Einhausung und das Lüftungsbauwerk werden die Luftqualität auf der ganzen Strecke zwischen den beiden Portalen Aubrugg und Tierspital im Vergleich zu heute verbessern.

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  2. Wir beheben einen unzumutbaren Zustand

    Mitten durch Schwamendingen führt eine der verkehrsreichsten Strassen der Schweiz. Täglich belasten über 110‘000 Fahrzeuge auf der Autobahn das Wohnquartier. Das Bundesamt für Strassen ASTRA legt mit der Einhausung ein Projekt vor, das eine wirksame Lösung verspricht.

    Der Lärm der Autobahn überschreitet die Grenzwerte Tag und Nacht. Die Abgase der Fahrzeuge belasten die Luft. Die Lebensqualität entlang des Abschnitts zwischen der Verzweigung Aubrugg und dem Schöneichtunnel ist massiv beeinträchtigt. Das Bundesamt für Strasse ASTRA – unterstützt von Kanton und Stadt Zürich – legt mit der Einhausung ein Projekt vor, das die Situation nachhaltig verbessert und Schwamendingen zu neuer Wohn- und Lebensqualität verhilft.
    Die Einhausung ist in erster Linie ein umweltwirksames Projekt. Sie beseitigt ganz oder grösstenteils die von der Autobahn verursachten Beeinträchtigungen: konkret Lärm und Abgase. Das Verkehrsregime ändert sich – mit Ausnahme der Schliessung der Einfahrt Aubrugg – weder auf der Autobahn, noch im Quartier. 

    Das Bauwerk wird das Quartier von den Lärmemissionen der Autobahn weitgehend befreien. Rund um die Einhausung kehrt Ruhe ein, aber Lärm, wie er in anderen städtischen Quartieren üblich ist, bleibt bestehen.

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  3. Wir halten während der Bauzeit vier Spuren betriebsbereit.

    Während der Arbeiten für den Bau der Einhausung und der Sanierung des Schöneichtunnels kann die Autobahn weiterhin vierspurig befahren werden. Dadurch wird Ausweichverkehr durch die umliegenden Quartiere weitgehend vermieden.

    Die Bauarbeiten nehmen Rücksicht sowohl auf die Quartierbevölkerung als auch auf die Verkehrsteilnehmenden – trotzdem soll das Projekt rasch realisiert werden. Die Bauarbeiten werden deshalb so projektiert, dass unter Wahrung der Verkehrs- und Arbeitssicherheit die Autobahn vierspurig befahrbar bleibt. Auch der unter der Autobahn verlaufende Tramtunnel der Linien 7 und 9 sowie die Tramstation Schörlistrasse bleiben in Betrieb. Umleitungen über Quartierstrassen entfallen. Die bereits heute auftretenden Staus werden nicht zusätzlich verlängert. Für vereinzelte Arbeiten muss die Autobahn in der Nacht jedoch gesperrt werden. Der Verkehr wird dann grossräumig umgeleitet.
    Die Entwicklung des Verkehrs wird während der Bauphase genau beobachtet. Bei zu hohem Ausweichverkehr müssten Gegenmassnahmen eingeleitet werden. Zudem orientiert das ASTRA mit einer begleitenden Informationskampagne die Automobilisten frühzeitig über Alternativen (z.B. Angebot des öffentlichen Verkehrs, Hinweise auf Zeiten mit geringerem Verkehrsaufkommen, grossräumige Umfahrungen).
     

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  4. Wir stellen uns den baulichen Herausforderungen

    Die Realisierung der Einhausung stellt die Bauherrschaft vor besondere Herausforderungen. Insbesondere die engen Platzverhältnisse mitten im Wohnquartier machen die Bauausführung höchst anspruchsvoll.

    Der Bau der Einhausung ist komplex und bringt vielschichtige Herausforderungen mit sich. So hat sich der Baugrund als sehr setzungsempfindlich herausgestellt. Deshalb müssen Pfähle rund zwanzig Meter in den Untergrund gebohrt werden, um das Gewicht der Einhausung zu tragen. Über dem Tramtunnel und der Tramstation sind spezielle Querträger zu erstellen, welche die Last der Einhausung ableiten. Dafür braucht es seitlich mehr Platz als im Projekt von 2006 ausgewiesen. Rund zwanzig Gebäude werden teilweise oder ganz abgebrochen.
    Aufgrund der Grösse und Komplexität des Projekts benötigt die Baustelle eine aufwändige Logistik. Der Bedarf an Installations-, Bewegungs-, Logistik- und Rettungsflächen mitten im Wohnquartier ist zeitlich und örtlich sehr gross. Aus diesem Grund müssen zahlreiche freie Flächen im Quartier temporär genutzt werden. 

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